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Congo DR


Autor: theshot (2006-01-18 01:29:04)
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VORSCHAU > Gruppe B > Zusammenfassung
Gruppe B

Eine interessante Konstellation gibt es in Gruppe B. Der Topfavorit Kamerun trifft auf die WM-Sensationsneulinge Togo und Angola.
Viele halten diese beiden für wesentlich schwächer als die unbezähmbaren Löwen. Diese hatten die mutmasslich wesntlich schwerere Qualifikationsgruppe gehabt.
Auch wenn beim Afrikacup andere Gesetze gelten als bei der WM: Ein sehr interessanter Vergleich.
Dazu gesellt sich die DR Congo, fussballerich mal Dr.Jekyll, mal Mr.Hide.
Da weiss man nie was passiert.
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Autor: theshot (2006-01-18 01:09:23)
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VORSCHAU > Gruppe B > Kamerun
Kamerun: #1 in Afrika, immer dabei, oft Sieger, Bevölkerung: wie Holland, Klubfussball: einst Spitze, heute eher zweitklassig
Kamerun hat hart zu kauen an der verpassten WM-Teilnahme. Als immer noch beste Mannschaft Afrikas mit einem der besten Spieler der Welt, Samuel Eto'o, hätte es dieses Mal klappen sollen, mit einem weiten Vordringen im Welt-Wettbewerb.
Umso grösser ist die Verpflichtung, den Titel zum dritten Mal in diesem gerade erst angebrochenen Jahrhundert nach Hause zu bringen, und tatsächlich sind sie die Mannschaft die ersteinmal geschlagen werden muss.
Bereits in den letzten Spielen der Qualifikation deuteten die 'unbezähmbaren Löwen' an, dass sie Resultate erzwingen können, aber auch, dass sie zu schnell mit einem Ein-Tore-Vorsprung zufrieden sind, ohne das Spiel effektiv genug zu kontrollieren.
Darauf dass Samuel Eto'o als Torjäger übermässig in Erscheinung tritt sollte man übrigens nicht unbedingt zählen. Meist hat er im Nationalteam eine Rolle als kreativer Zuarbeiter, denn dort herrscht Vakanz bei den Zentralafrikanern. Ganz vorne spielt dort zur Zeit Achille Webo von Osasuna, der auch in der WM-Qualifikation öfter traf.
Kamerun verfügt nicht über die Breite an Spielern wie die Elfenbeinküste, denn es gibt kein vergleichbares Ausbildungsprogramm und die heimischen Klubs sind international schwach.
Dafür hat man eine Riesentradition von aussergewöhnlichen Torhütern. Man darf gespannt sein, wer diesmal zwischen den Pfosten steht.
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Autor: theshot (2006-01-18 01:07:50)
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VORSCHAU > Gruppe B > Angola
Angola: erst in den letzten 10 Jahren mit fussballerischer Entwicklung, Bevölerung: wie Belgien, Portugal, Klubfussball: spielen inzwischen ganz ordentlich mit
Die ehemalige portugiesische Kolonie Angola spielt einen gepflegten Kombinationsfussball, hat eine fussballerisch ausgeglichene Mannschaft, macht auch sonst weniger als andere afrikanische Verbände durch hektische Aktivitäten von sich reden und hat sich mit beständigem Spiel die WM-Qualifikation 2006 gesichert.
Der ruhige Eindruck mag daran liegen, dass portugiesische Meldungen sich nicht so schnell verbreiten, vielleicht aber auch daran, dass man nach Jahrzehnten Bürgerkrieg eine gewisse Sehnsucht nach ruhigerem positiverem hat und dass Basketball die Nummer 1 ist oder zumindest war.
Bei der WM dürfte man physische Schwierigkeiten haben, denn die Spieler spielen nicht in erstklassigen Profiligen, von den bei portugiesischen Topklubs Angestellten abgesehen.
Beim Afrikacup ist weniger davon auszugehen, dass einer der Gegner versuchen wird, die Angolaner durch hohes Tempo zu ermüden, so dass die Möglichkeiten der Angolaner in Ballkontrolle liegen und auch ein wenig von der Beschaffenheit der Plätze abhängen, auch wenn Afrikaner da mit anderem zurechtkommen.
Der einheimische Trainer Gonzalves ist sehr erfolgreich und war dies auch schon mit der U20 vor einigen jahren. Zwei Stars gibt es: der als grosses Talent geltende Mantorras von Benfica Lissabon, der aber durch eine schwere Verletzung lange ausser Gefecht war, sowie der seit Jahren überragende Torschütze und Kapitän Fabrice Akwa, welcher aber nicht in Europa spielt sondern in Qatar.
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Autor: theshot (2006-01-18 01:06:26)
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VORSCHAU > Gruppe B > Togo
Togo: erst in den letzten jahren fast regelmässig dabei, Bevölkerung: wie Dänemark, Klubfussball: bedeutungslos
Es gibt eigentlich keinen anderen ersichtlichen Grund für den Erfolg des Togo als den Trainer Stephen Keshi. Der Nigerianer hat die panischen versuche der Funktionäre, eine erfolgreiche Nationalmannschaft zu bekommen, kanalisiert und aus einer dünnen Spielerdecke eine erfolgreiche Einheit geformt. Die Zahl der Erstligaspieler in europäischen Ligen ist gering, die togolesische Liga bedeutungslos und so werden viele Akteure aus französischer 2. oder 3. Liga rekrutiert. Insofern ist der immer wieder gezogene Vergleich mit Senegal überdimensioniert.
Es gibt einen Star, Adebayor, Stürmer vom AS Monaco, sowie einen in Deutschland bekannten Spieler, Cherif Maman Touré. Nicht das dieser auf dem Bundesligarasen bekannt wurde. Er machte Schlagzeilen, als er als 17-jähriger Asylant von Eintracht Frankfurt im Bus ins Trainingslager geschmuggelt wurde, damit die Konkurrenz nicht mit ihm sprechen konnte, ein Straftatbestand für den wahrscheinlich Ahnungslosen. Er ging danach nach Frankreich, wo er auch noch heute spielt.
Er ist nicht zu verwechsen mit dem deutschen Bezirksligaspieler ähnlichen Namens, dessen Geschichte boulevardesk in den deutschen medien ausgeschlachtet wurde und der weder beim Afrikacup noch bei der WM dabeisein wird, es sein denn seine Teilnahme wird von einem deutschen Boulevardmedium 'finanziert', was durchaus denkbar ist
Dass die jüngst heile Welt des Togo beim Afrikacup ohnehin schon wieder in Gefahr ist, zeigt die Kritik, die Trainer Keshi öffentlich an den vorbereitungen äusserte, sowie die überzogene Erwartung die unter anderem Bashiru Salou mit seiner Halbfinalerwartung äusserte. Schon einmal wurde ein verbandskritischer Trainer Togos nach nur einem Spiel beim Afrikacup gefeuert. Bei Stephen Keshi wäre dies eine desaströse Entscheidung.
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Autor: theshot (2006-01-18 01:04:54)
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VORSCHAU > Gruppe B > Congo DR
DR Congo: immer dabei, bis 1974 zweimal Sieger, Bevölkerung: wie Frankreich , Klubfussball: einst mit Spitze, heute eher zweitklassig
Bei der DR Congo weiss man nie woran man ist. Regelmässig gehen die Vorbereitungen in die Hose, ist kein Geld da, oft tritt eine zerstrittene Gruppe aus Funktionären, Trainern und Spielern auf, hier und da undiszipliniert und überhart, dann wieder präsentiert sich die Mannschaft als überraschende gut spielende Einheit und wird Turnierdritter wie 1998.
Der Congo ist eines der traditionellen Fussballänder Afrikas, bei Klubspielen kommen die Zuschauer in Massen, doch man ist auch ein von Bürgerkriegen und Diktaturen zerrissenes Land, dass froh ist wenn es eine erfolgreiche Afrikacupteilnahme stemmen kann.
Lange hatte man sogar eine kleine Aussenseiterchance auf eine WM-Qualifikation und mit dem Franzosen Claude LeRoy hat man sogar einen grossen Trainernamen im afrikanischen Fussball.
Wer letztendlich für den Congo aufläuft ist oft unsicher, die Stars sind die beiden Stürmer Shabani Nonda (AS Rom) und LuaLua (Portsmouth).
Nonda ist allerdings verletzt und nicht dabei
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